Ende Juli hatte ich die Gelegenheit den Kindergeburtstag von der Tochter einer Kollegin auf einem Reiterhof zu fotografieren. “Gelegenheit? Kindergeburtstag? Was soll der Scheiß” würden jetzt viele sagen. Ja klar …natürlich sind das keine großartigen Kunstwerke, die da kreiert wurden. Aber darum geht es mir nicht.

Ja, ich stehe auf die Fotografien von Lindberg, Andreas Jorns und Ando Fuchs. Sie würde ich auch ein Stück weit als Vorbild bezeichnen. Ich habe aber nicht den Anspruch ihnen das Wasser reichen zu wollen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich mal in der Lage wäre solche tollen Fotografien erschaffen zu können. Mein Anspruch ist aber ein anderer.

Erst einmal macht mir das Fotografieren an sich unheimlich Spaß. Ich liebe es mit einer echten Spiegelreflexkamera zu arbeiten. Die darf dabei so puristisch wie möglich sein. Das schreibt jemand, der mit einer Pentax fotografiert, die vollgestopft ist mit technischen Spielereien. Diese nutze ich aber nur sehr selten. Einzelbild und M-Modus … mehr brauche ich nicht.
Mein Anspruch ist, Fotografien zu erschaffen, auf denen sich die Menschen gefallen. Oder Bilder, die eine tolle Erinnerung sind. Wenn ich mit meinen Bildern anderen eine Freude machen kann, dann bin ich glücklich und zufrieden.

Natürlich sollen die Bilder nicht nur Geknipse sein. Nur weil die fotografierten Menschen die Bilder toll finden, bedeutet es noch lange nicht, dass die Bilder technisch oder künstlerisch (was auch immer man darunter verstehen will) gut sind. “Kunden” haben oft geringe Ansprüche und sind schnell zufrieden zu stellen. Mein Ziel ist es aber Fotografien zu erschaffen, die auch ich mir in die Wohnung hängen würde. Ob Bilder in den sozialen Medien gut ankommen ist mir dagegen echt egal. Ich finde es auch echt nicht wild, dass ich nur wenige Bilder von dem Geburtstag öffentlich zeigen kann. Aber das mit den asozialen Medien ist ein anderes Thema und sollte vielleicht mal Thema in einem separaten Blogbeitrag werden.